Augsburger Lesebuch 2016

Schüler schreiben „Gänsehaut“ – 12. Augsburger Schreibwettbewerb

lesewettbewerb-2016-2Das 12. Augsburg-Lesebuch enthält Beiträge von Schülern aller Augsburger Schularten, die sich mit nahezu 1100 Beiträgen am Schreibwettbewerb „Gänsehaut“ beteiligt haben. Knapp 300 Texte, die von einer Jury ausgewählt wurden, haben es ins Buch geschafft.

Am 15. Juli 2016 fand die Präsentation des Buches, das im Wißner-Verlag erschienen ist, auf der Freilichtbühne am Roten Tor statt. In den eingereichten Texten wurde von gruseligen Albträumen, dunklen Kellern, aber auch von echten Gänsehaut-Momenten, wie dem ersten Kuss oder dem Lampenfieber vor dem großen Auftritt erzählt.

Auch Schüler und Schülerinnen der 6ten Klassen der Löweneck-MS nahmen – wie schon seit vielen Jahren – am Schreibwettbewerb 2016 teil. Zu unserer besonderen Freude wurde das Gedicht „Kein Albtraum“ von Dajana Ortmaier aus der Klasse 6c für den Lesevortrag auf der Bühne ausgewählt. Da Dajana an diesem Tag leider verhindert war, durfte ihr Mitschüler Remzi Haxhani das Gedicht dem Publikum auf der Freilichtbühne vorlesen. Aufgeregt betrat er die Bühne und nahm auf dem bereitgestellten Riesensessel Platz, während er von Horst Thieme, dem Moderator, als Ersatzleser angekündigt wurde. Für das sehr ausdrucksstarke Gedicht gab es viel Applaus.

Hüttl-Felber, Klasse 6c

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Kein Albtraum

Auf der Straße.
Ein Mann im Auto.
Viele seltsame Fragen.
Ich halte Abstand.
Auf der Straße.
Ein Mann im Auto.
Ich war still.
Kannst du nicht sprechen?
Ich lief weg.
Er fuhr davon.
Unheimlich viel Gänsehaut bei dem Gedanken.
Der Mann im schwarzen Auto – auf der schmalen Straße.

Dajana Ortmaier, 6c

Der Schattenmann

Er beobachtet dich immer.
Er ist schnell wie der Wind.
Er findet dich, egal, wo du bist.
Er kennt dich, er folgt dir.
Wenn du betrügst oder bestechlich bist,
dann holt er dich.
Und sperrt dich ein in seine Welt.

Luka, 6c

Schritte

Nachts bin ich alleine zuhause.
Alles ist dunkel und still.
Plötzlich höre ich schlurfende Schritte im Treppenhaus.
Licht schimmert durch den Türschlitz und geht wieder aus
„Es ist nichts“, denke ich. Entspannt lege ich mich ins Bett.
Auf einmal öffnet sich meine Zimmertüre wie von Geisterhand.
Niemand ist zu erkennen. Es ist finster.
Zitternd ziehe ich die Bettdecke über meinen Kopf.
Sekunden werden zu Stunden.
Unendlich viel Gänsehaut.

Albesa Dugolli, 6c