Organspende – Aufruf einer Schülerin

Hey Ihr,

wusstet Ihr schon, dass man bald mit 16 Jahren Organspender ist? Nein? Dann werdet Ihr hier weiterlesen müssen, um mehr darüber zu erfahren.

Es kommt ein neues Gesetz raus, dass man mit 16 Jahren automatisch Organspender wird, weil Politiker denken, dass man dadurch mehr Menschenleben retten kann. Laut einer Studie kommen auf ca. 10.000 Patienten auf der Warteliste ca. 1000 mögliche Spender. Dadurch entstehen extrem lange Wartezeiten, die sowohl den Patienten, als auch Krankenhäusern und Krankenkassen ein Vermögen kosten.

Bislang war das eine freiwillige Sache für die sich jeder entscheiden konnte, der einen Organspendeausweis hat. Nun soll es Pflicht sein, seine Organe im Falle des eigenen Todes zu spenden. Will man nicht spenden, müsste man ausdrücklich widersprechen. Es stellt sich die Frage ob man wirklich bis zum Schluss medizinisch richtig versorgt wird oder ob man etwaige Geräte früher abschaltet oder andere Behandlungsmaßnahmen nicht mehr in Erwägung zieht um an die Organe des Patienten heranzukommen. Das sich daraus ergebende moralische Zerwürfnis wird immer zu einer heiß umstrittenen Diskussion führen, bei der es auch um Grundsätze verschiedener Glaubensrichtungen geht, die eine Entnahme oder das Einsetzen fremder Organe verbieten.

Für das Gesetz spricht jedoch, dass man nach dem Tod seine Organe nicht mehr braucht.

Außerdem sprechen sich viele Religionen für das Prinzip der Nächstenliebe aus, und was wäre ein größeres Zeugnis eben jener Liebe als einem anderen Menschen vor dem Tod zu bewahren?

Damit geht der Innere Frieden mit dem Gedanken einher einem anderen Menschen ein Leben geschenkt zu haben.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich den Gesetzesentwurf unterstütze, da man ein oder mehrere Menschenleben retten kann, obwohl man bereits tot ist. Für jeden besteht die Möglichkeit, dem ganzen zu widersprechen wenn man nicht möchte. Jeder hat das Recht über sich und seinen Körper zu entscheiden.