Bundesweiter Vorlesetag 2018/2019

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Für die Klasse 5B konnten wir Herrn Klaus Döderlein, Rektor a. D. und Gründungs- und Vorstands-mitglied der „Freunde der Neuen Stadtbücherei Augsburg e. V.“  als Vorleser gewinnen. Er  las aus dem Buch „Die Krokodilerbande in geheimer Mission“ von Dirk Ahner. Der spannende Krimi handelt von einer skrupellosen Tierschmugglerbande.

Herr Döderlein las uns mehrere Kapitel aus dem Buch vor. Zwischendurch erzählte er, den Inhalt zusammenfassend, auch frei.  Immer wieder bezog er uns als Zuhörer ein, indem er kurze, zum Mitdenken anregende Fragen stellte und wichtige Schlüsselbegriffe anschaulich und humorvoll erklärte. Besonders gefiel uns, dass er seine Stimme verstellen konnte – so erzeugte er bei uns teilweise „Gänsehaut“.

Nach gut 60 Minuten beendete Herr Döderlein seinen Lesevortrag an der spannendsten Stelle der Geschichte. Wir wollten natürlich wissen, wo wir uns das Buch möglichst schnell ausleihen können, um der Schmugglerbande auf die Spur zu kommen. Als Herr Döderlein antwortete: „Ich schenke euch das Buch für die Leseinsel“, freuten wir uns sehr.

Bei der Verabschiedung gaben unsere Klassensprecher unserem Gast zu verstehen, dass die Klasse in der Vorbereitung auf den Vorlesetag ein Gedicht mit der Überschrift „Getuschel“ von Jürgen Spohn eingeübt hat. „Wir haben daraus einen Rap gemacht.“ Das Gedichtete durften wir nun vorführen und bekamen dafür Applaus.

Da hatte Herr Döderlein noch eine lustige Idee. Er schrieb uns folgenden Text an die Tafel:

„Die Menschen sagen immer: die Zeiten werden schlimmer.

Die Zeiten bleiben immer. Die Menschen werden schlimmer.“

(J. Ringelnatz)

Wir sprachen das Gedicht am Anfang leise, steigerten die Lautstärke in der Mitte.  Am Schluss flüsterten wir fast.

Mit einer pantomimischen Darstellung zu dem Gedicht „Riesenhände“ von Lutz Rathenow verabschiedeten wir uns von unserem Vorleser, Herrn Döderlein.