Handlungsleitfaden „Wir bleiben daheim“

 Die Sprechzeiten von Frau Anna Hohn (JAS) finden Sie unter „Einrichtungen“

Wichtige Telefonnummern:  

Polizei 110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (kostenlos) 116 117
Klinikum, Kinder-Notfallambulanz 0821 400-9220
Josefinum, Kinder-Notfallambulanz 0821 2412 -0
Giftnotruf 089 19240
Hotline Coronavirus Bayern 09131 6808-5101
Frauenhaus 0821 6508740 – 10
24 h-Notruf bei häuslicher/ sexualisierter Gewalt 0821 650 2670
24h Kinder- und Jugendnotruf (kostenlos, anonym) 0800 652 22 65
Kinderschutzbund Augsburg 0821  455406-00

VIA – Wege aus der Gewalt 0821 6502670
Beratung für gewaltbetroffene Frauen 0821 45033910
Beratung für gewaltbetroffene Männer 0821 450 339 20
Mobiltelefon: 0171 7857870

Erziehungsberatungsstelle Stadt Augsburg‎ 0821 324 2962
Bürgertelefon der Stadt Augsburg 0821 324 4444
Übergangswohnheim für obdachlose Männer 0821 50808030
Übergangswohnheim für obdachlose Frauen 0821 20717965
Krisentelefon der Drogenhilfe Schwaben 0821 3439025
Notschlafstelle 0821 3439020
Notarzt/Rettungsdienst 112
Hilfetelefon bei häuslicher Gewalt gegen Frauen 0800 116016

Nummer gegen Kummer
Schülertelefon 116 111
Elterntelefon 0800 111 0550

AWO Beratungsstelle 0821 4505170
KJF Beratungsstelle 0821 45541
Übergangswohnheim für obdachlose Frauen 0821 207179 65
BIWAK–Inobhutnahmestelle Jugendliche (ab 12 Jahren) 0821 9988400

Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen:

https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/gesundheit/coronavirus

Die Tafel Augsburg wird bis Freitag, den 27.03.2020 noch Lebensmittel in bereits gepackten Tüten zu den normalen Ausgabezeiten verteilen. Dann ist die Tafel für eine Woche geschlossen. Ab dem 07.04.2020 wird es fertige Lebensmittelpakete geben, die Bedürftige an den üblichen Tafelausgabestellen und zu den üblichen Zeiten abholen können. 

Mögliche Hilfestellungen für Eltern:

  • Halten Sie die gewohnte Tagesstruktur
  • Planen Sie klare Lern- und Freizeiten. Bieten Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich auch mental zu betätigen, z.B. durch Lesen, Schreiben oder Knobelaufgaben.
  • Definieren Sie klar abgegrenzte Stunden, in denen sich jede/r alleine beschäftigt.  
  • Machen Sie gemeinsame Aktivitäten.
  • Ermöglichen Sie Rückzugsmöglichkeiten, um Konflikte zu verhindern bzw. zu reduzieren.
  • Auch wenn es keinen adäquaten Ersatz für den Spielplatz oder das Spielen im Freien gibt: Ermöglichen Sie Ihrem Kind körperliche Betätigung im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten.
  • Eine gesunde Ernährung ist immer wichtig, gerade jetzt.
  • Erarbeiten Sie gemeinsame Regeln, wie die gewonnene Zeit bestmöglich genützt werden kann.
  • Limitieren Sie mit dem Kind gemeinsam die „Screen-Zeiten“ für Fernsehen, Mobiltelefon oder Computer.
  • Erklären Sie Ihrem Kind in altersgerechten Worten die aktuelle Situation. Wenn Ihr Kind Fragen stellt, beantworten Sie diese ehrlich. Sagen Sie offen, wenn Sie etwas selbst nicht wissen. Sie können dann gemeinsam überlegen, wer Ihnen die gewünschte Antwort geben kann.
  • Kinder haben ein anderes Zeiterleben als Erwachsene. Malen Sie z.B. einen Kalender und streichen Sie – ähnlich einem Adventskalender – jeden Tag der Quarantäne ab, sodass die Zeitspanne für Ihr Kind greifbarer wird.
  • Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind anhänglicher ist als sonst und kommen Sie diesem Bedürfnis Ihres Kindes nach. Es braucht gerade jetzt Sicherheit und Geborgenheit.
  • Verzichten Sie darauf, gerade jetzt große Erziehungsmaßnahmen zu setzen und sehen Sie möglichst von Strafen ab. Versuchen Sie ihr Kind durch Lob positiv zu verstärken und zu erwünschtem Verhalten zu motivieren.
  • Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung: Dies kann sich auch auf Ihr Kind übertragen und vermittelt Zuversicht und Sicherheit.

Maßnahmen gegen das Auftreten von Konflikten:  

  • Definieren Sie klar abgegrenzte Stunden, die jede/r für sich allein verbringt.
  • Ermöglichen Sie allen Familienmitgliedern Rückzugsmöglichkeiten. Machen Sie alleine einen Spaziergang um den Häuserblock oder durch den Wald.
  • Sprechen Sie Ärger an, noch bevor die Situation eskaliert. Kurzfristige Konflikte wird es bei jedem immer wieder mal geben – wichtig ist, dass diese gelöst werden.
  • Machen Sie einen täglichen Familien-Mini-Krisenstab oder -Konferenz: Wie geht’s allen Beteiligten, wer braucht was, welche Ideen und Wünsche haben die Einzelnen?
  • Seien Sie nachsichtiger als sonst, sich selbst und den anderen gegenüber! Die derzeitige ungeplante soziale Isolierung mit „Zwangsferien“, die im Grunde gar keine Ferien sind, weil man nicht alles tun kann, was man im Urlaub gerne tut, ist durchaus eine Herausforderung für alle Familien und Freundeskreise.

Quelle: „Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen. Psychologische Hilfen in herausfordernden Zeiten“ über https://www.psychologische-hochschule.de/wp-content/uploads/2020/03/jacobi_umgang-mit-quarantäne.pdf